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> > >Gemeinsames Thema ist Angst, die man in den Griff bekommen will. > > > > > Dem kann ich allerdings nicht ganz zustimmen, wenn Sie von Angst sprechen, widersprechen Sie gewissermaßen sich selber. Wenn man den elektrosensiblen Angst als Ursache für ihre Symptome unterstellt, setzt man voraus, dass es keine athermischen Wirkungen des Mobilfunks geben kann. > > Ich meine nicht Angst als Ursache von Krankheit sondern Angst vor Krankheit, Angst, das Mobilfunk mich krank macht und machen könnte. Das diese Angst sich auch somatisieren kann, so dass diese Angst alleinige Ursache für Beschwerden ist, ist natürlich nur eine Möglichkeit. Das schließt Elektronsensible nicht aus, die aufgrund athermischer Wirkungen unter Ausschluß psychischer Faktoren krank werden. > > Ich glaube jedoch, dass die meisten Menschen, die sich damit Beschäftigen, keine Elektrosensiblen sind. Elektrosensible sind sehr selten. Ich glaube, dass es viel häufiger Menschen gibt, die Angst haben, davon krank zu werden, selber jedoch nichts konkretes spüren können. > > > Natürlich könnte sich ein elektrosensibler einreden, es gibt keinen Elektrosmog, die körperlichen Beschwerden müssen eine andere Ursache haben. Wenn sich ein solcher elektrosensibler (der von Mobilfunkbefürwortern eines Bessern überzeugt wurde) zum Arzt begibt, wird dieser gewissenhaft nach chronischen Erkrankungen suchen und eine Therapie entwickeln, zwar mag das den Körper eine Zeit lang entlasten, aber die Ursache des Problems ist damit nicht gelöst. Sollte dann der Arzt an die Grenzen seines Wissens/ seiner Möglichkeiten gelangen und der Patient fühlt sich immer noch nicht entscheidend besser, dann wird er mit einer Symptombehandlung beginnen, Schmerz- und Schlafmittel ggf. sogar Psychopharmaka verabreichen. > > Ich habe noch eine andere Theorie oder Ansatz, worüber noch wenig diskutiert wurde: Wenn Elektrosensibilität eine besondere Empfindlichkeit gegenüber wie auch immer gearteter Elektrizität ist, dann könnte man natürlich sagen, das ist eine besondere Gabe, eine besondere Feinfühligkeit. Man könnte aber auch sagen, es ist wie bei einer Allergie eine Abwehrreaktion des Organismus. Solch eine Abwehrreaktion ist vielleicht gar nicht angemessen oder wirklich sinnvoll. Es gibt ja viele solcher Effekte, z.B. wenn ich Spinat absolut nicht ab kann, es aber auch noch nie probiert habe. Wenn ich es dann mal probiere, merke ich, dass meine Abwehr gar nicht sinnvoll war, weil es gut schmeckt. Ich mußte mich vielleicht nur daran gewöhnen. In der Psychologie spricht man von sehr vielen Abwehrmechanismen und ein Teil von Therapie ist es, diese aufzulösen, z.B. seine Schattenseiten anzunehmen, sich mit Eigenschaften anzunehmen, die man hat aber nicht mag. > > So könnte es ja Sinn machen, wie auch bei verschiedenen Allergie Behandlungsmethoden, die Abwehr gegen Elektrostrahlen abzubauen oder unnötig werden zu lassen. Vielleicht muß der Organismus irgendwie gestärkt werden, damit er diese Elektrizität gut annehmen kann. Vielleicht gibt es Abwehr gegen diese Sache, die gar nicht sinnvoll und nötig ist. Es gibt z.B. Leute, die ihre implantierte Niere nicht annehmen können und wo dann tatsächlich auch somatische Abwehrreaktionen entstehen. Ein Bewußtseinswechsel führt dagegen auch somatisch zum Erfolg. > > Kurzum, es geht um den Ansatz: Wie kann ich selber fit und in Balance bleiben, trotz dieser Umwelteinflüsse. Was braucht mein Organismus, damit Elektrizität ihn nicht aus der Bahn wirft. > > Und ich glaube fest daran, dass der Körper schon ein Menge in dieser Hinsicht zu bieten hat, sonst wären vielleicht viel mehr Menschen krank. Diese Bereiche gilt es zu entdecken, zu erforschen und Methoden zu entwickeln, wie man diese stärken oder entwickeln kann. > > Was hälst du von dem Ansatz? > > > Aus dem elektrosensiblen wird ein tablettensüchtiger, dabei hätte er nur einfach stark Mobilfunk- exponierte Orte meiden müssen um seine Beschwerden zu lindern. > > Wenn es wirklich nur eine Symptombehandlung ist, ist das natürlich verkehrte Welt und der falsche Ansatz, das sehe ich genauso. Ich sehe gerade im Psychiatriebereich, wie viele Menschen nicht notwendige Medikamente bekommen, aber es ist eine praktische und ertragreiche Lösung für viele. Deshalb wird es gemacht. Der eigentlichen Entwicklung und Gesundung der Menschen täten andere Dinge oft besser. Ein großer Mißstand in einem ganz anderen Bereich... > > > Diese Darstellung mag überspitzt erscheinen und ist doch weitaus realistischer als viele es freiwillig zugeben würden. > > Wie ich oben sagte muß man allerdings auch sehen, dass es extrem wenig Elektrosensible gibt. Trotzdem, der Einzelfall ist natürlich immer erschütternd, macht traurig, wütend, verärgert usw. Für Betroffene ist das schon ein hartes Brot, wenn man in völlig falsche Mühlen gerät. Von daher kann ich nur immer wieder empfehlen, sich im Internet zu informieren, selbst aktiv seinen Heilungsprozess in die Hand zu nehmen. Und du tust das ja auch, das finde ich gut. > > > Wenn hier einer im Übrigen Angst hat, dann ist es die Mobilfunk- Branche: Umsatz- Ängste, die Kunden würden seltener zum Handy greifen, wenn endgültig feststünde, dass Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist. > > Das ist natürlich eine weitere Angst, die mit dem Thema verbunden ist. Das kann ja auch wortwörtlich weh tun, ist vielleicht schmerzlicher für viele, als elektrosensibel zu werden. > > Winfried