| Grenzwerte und Lebewesen
(von Herr K. - 30.6.2003 15:06) | |
| Hallo Winfried, > Warum schließen wir nicht alle Lebewesen in die Grenzwert > Festlegung mit ein? wuerde aber das die Zielfindung nicht wahnsinnig verkomplizieren? Man stelle sich vor, um kleine Lebewesen wie einen Wellensittich zu schuetzen, muessten niedrigere Werte angelegt werden als fuer den Menschen. Was fuer ein Dilemma fuer die Entscheidungstraeger! Und, welches Lebewesen ist "mindestens zu schuetzen"? Insekten? Voegel? Kleintiere? Es waere sicher erstrebenswert, eine solche Vorsorge zu treffen, aber leider ist der "menschliche Teil" der Gesellschaft derzeit noch nicht einmal dazu bereit, sich selbst mit besseren Vorsorgemassnahmen zu umgeben. Wie kann man diesen Leuten nahebringen, Einschnitte zu machen, die fuer andere Lebensgattungen Vorsorge treffen? Ich stelle mir das schwierig vor. > Und dann die ganzen weiteren Tiere und Pflanzen, die wir fast > alle brauchen, weil sie ein gewisses Gleichgewicht in der Natur > aufrecht erhalten. Und die in jedem Fall unsere Welt bereichern. Wie recht Sie damit haben. Leider zeigt die Erfahrung, dass der Mensch gerade bis zu sich selbst denkt, im Grossteil der Faelle. Dafuer gibt es doch so viele Beispiele! Sei es Abholzung wichtiger Waldbestaende, Ausrottung durch Wilderei, Ausbeutung der Weltmeere, Treibhauseffekt, all das sind doch nur ein paar Meilensteine, die uns immer wieder die grenzenlose Egozentrik der Menschen vorgefuehrt haben. > Ich finde also, bei der Grenzwert-Thematik muß man auch diese > Bereiche mit einschließen und darf nicht nur starr und mit > Scheuklappen auf den Menschen schauen. Ich verstehe diese Scheuklappen eher als Buendelung, eine Konzentration auf ein vielleicht ansatzweise erreichbares Ziel. Denn es gibt viel mehr Menschen, die bereit sind, Menschen zu schuetzen, als Sie Menschen finden werden, die bereit sind, Tiere und Pflanzen zu schuetzen. Demzufolge wird ein so oekologischer Ansatz wahrscheinlich noch undurchsetzbarer und das Gesamtziel damit in weite Ferne ruecken. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich unterstuetze Ihre Denke! Aber ich halte es kaum fuer durchsetzbar, hoechstens vielleicht in einem zweiten Schritt nach der Anpassung der Grenzwerte auf menschliche Beduerfnisse. Gerade das allerdings ist ja reine Zukunftsmusik. Gerade hat Rheinland-Pfalz z.B. beschlossen, dass fuer Sendeanlagen bis zu 10 m Hoehe keine Standortgenehmigung mehr durch die Kommune erteilt werden muss, oder treffender formuliert, keine Absage mehr durch die Kommune erteilt werden darf (vgl. http://www.heise.de/newsticker/data/jk-26.06.03-000/). Wenn nicht einmal die Menschen ihre Stimme erheben duerfen, wird die "Lobby der Tiere" doch erst recht niemand hoeren wollen :-( Viele Gruesse Herr K. Link zu diesem Artikel: | |
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