
| Datum: | 3.7.2002 8:13 |
| Name: | Rajaofera |
| Homepage: | http://kiss.to/Davis |
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| Also doch: Frankreich will uns nicht wieder knien lassen, es hat sich für Plan B entschieden. Die Exekutive (die einzige Institution die Frankreich in einer Kolonie anerkennt) wird solange verwässert, bis diese Regierung weiter im Auftrage Frankreichs handelt. Das Ziel ist klar: Pierrot Rajaonarivelo zu einem wichtigen Ministerium verhelfen und mittelfristig die Aera Ravalomanana überwinden indem eben dieser Pierrot Rajaonarivelo zum nächsten Staatthalter Frankreichs (Präsident) in Madagaskar aufbaut. All das nennt man nationale Versöhnung! Man hätte auch Rajaonarivelo von Ravalomanana zum Senator ernennen lassen können, aber Frankreich erkennt den Senat nicht an, also haben wir nun eine gouvernementale Versöhnung! Welch eine fundamentale Verarschung! | |
| Datum: | 28.6.2002 11:24 |
| Name: | bobalahy |
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| Wissen Sie was für information über Madagaskar Joschka Fischer hat. Bei der Diplomaten auf Madagaskar herrschen eine Informationskrieg. Jede Diplomaten haben verschiedene Information von beide Rivalen. Die Wahlkampfkosten sind noch nicht bezahlt, wer sollte die bezahlen?. Deshalb sind die IWF und Weltbank nicht so sonderlich das Geld rauszugeben. | |
| Datum: | 27.6.2002 10:54 |
| Name: | Conrad |
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| Musste es soviel Menschenleben kosten bis sich Deutschland "herabließ" um die "erste Garnitur" zu senden? Und wie geht's jetzt weiter? War das nur halbherzig - mit Rücksicht auf Frankreich? Oder hat man endlich erkannt, dass man gemeinsam mit Frankreich keine ehrliche Außenpolitik machen kann - jedenfalls in Beziehung auf die frankophonen afrikanischen Länder. Da fühlt sich Chirac weiterhin als Oberherrscher aller korrupten Präsidenten. Kann jetzt Joschka Fischer noch Ravalomanana irgendwann empfangen ohne vor Scham in den Boden zu versinken? Muss jetzt nicht endlich die "gemeinsame Aussenpolitik" der EU gründlich überdacht werden? So jedenfalls kann es nicht weiter gehen! |
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| Datum: | 25.6.2002 14:44 |
| Name: | Susanne |
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| Danke Berthold! Aber ich verfolge die Entwicklung in Madagaskar erst seit ein paar Monaten. Eben seit ich selbst dort war und dadurch ein persönlicher Kontakt entstand. Ich versuche zu verstehen, was da vor sich geht. Ich will nicht einfach unwissend mitreden. | |
| Datum: | 25.6.2002 8:44 |
| Name: | Berthold |
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| Die Frage Susannes kommt sehr spät. Schon von vornherein hat sich Frankreich und Europa hinter Ratsiraka gestellt! Ratsiraka konnte sich der Unterstützung der Regierungen in der EU sicher sein (wohl durch Versprechungen seines Freundes Chirac). Eine solche weltpolitische Sicherheit im Rücken, lässt diesen Verbrecher noch weitere und größere Schandtaten vollbringen oder anordnen. Auch jetzt noch lässt Frankreich nicht locker um seine Macht in Madagaskar zu behalten, die es durch Ratsiraka in Madagaskar ausübt. Staaten, die keine nachkoloniale Komplexe haben, wie USA, Schweiz oder Norwegen, haben Ravalomanana anerkannt. Deutschland, Frankreich und die anderen EU-Länder geben weiterhin einem Verbrecher, Mörder, Blutsauger Ratsiraka die Hand und Frankreich lässt von seinem Boden aus Terrorismus nach Madagaskar exportieren. Die Frage, was sich ändern würde, ist eine akademische Frage. Mit einer Anerkennung Ravalomananas und gleichzeitiger Verurteilung Ratsirakas mit allen Konsequenzen (Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof, Beschlagnahme des dem Volk geraubten Vermögens etc) kann man Ratsirakas Einfluss unterbinden. Die Menschen in Madagaskar stehen mit überwältigender Mehrheit hinter Ravalomanana. Und wie ich diese Menschen aus langjähriger Erfahrung kenne sind sie im Grunde ein sehr friedvolles Volk. Nur die Armut und die Entlohnung durch Ratsiraka für terroristische Taten, die ihnen momentan etwas aus dieser Armut heraushilft, treibt einen Teil in die Unterstützung für Ratsiraka. Betrachtet man sich die nachkoloniale Geschichte Madagaskars, dann stellt man fest, dass es dort Gewalt nur im Zusammenhang mit Ratsiraka und Frankreich gegeben hat - wenn sich das madagassische Volk von diesem eiskalten Tyrannen befreien wollte. Ohne Ratsiraka wäre Madagaskar ein Land mit Frieden. Und mit Ravalomanana, der schon als Bürgermeister von Antananarivo alles Machbare für seine Stadt und deren Einwohner tat (mit privaten Geldern und trotz massiver Behinderung durch Ratsiraka mit seinem Staatsapparat), der auch fürsorglich mit den Arbeiter/innen seiner Firma umgeht, braucht das madagassische Volk nicht lange darauf zu warten, dass dort endlich Schluss ist mit Korruption und Misswirtschaft. |
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| Datum: | 25.6.2002 7:51 |
| Name: | Susanne |
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| hallo wg.! Nur Hoffnungslosigkeit lese ich in diesen Zeilen. Noch gibt es Grund Hoffnung zu haben! Und wenn die Hoffnung stirbt, dann stirbt auch das Volk! Gebt die Hoffnung nie auf! Eine Frage möchte ich zur Diskussion stellen: was würde sich tatsächlich ändern, wenn Europa offiziell Ravalomanana anerkennen würde? Wäre dann der Terror Razirakas vorbei? |
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| Datum: | 24.6.2002 20:24 |
| Name: | wg. |
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| Es wird viel Theorie verbraten. Was hat sich den in Madagaskar geändert???!!!?? Gibt es eine geringere Geburtenrate? Mehr Jobs? Bessere Straßen? Wirtschaftsentwicklung? Negativ, wo sind die Touristen?? Die Einzigen die Netto Devisen bringen!!! Stattdessen kleingeistiges Gezänk, Menschen sterben, hungern, vegetieren, verarmen, Medikamente Fehlanzeige, wie immer die alten Schuldigen in der Regierung, wie im Irrenhaus; Ravalomanana ist Präsident und wieviel Menschen davon satt??? Sturheit, Egoimus, alles wie immer, merkt das den Keiner???!!!??? Große Worte, wenig Willen Änderungen herbeizuführen Wie steht der große, demokratische, neue Präsident zur Geisel der ungebremsten Bevölkerungsexplosion, ach ja, er ist ja streng Gläubiger Christ, wie das wohl wird...... Ich hätte noch mehr lebens- notwendige, provokante Fragen, lasse es aber. Prognose: in 5 Jahren: weiter Ausbeutung durch die politische Klasse, Armut, Hunger, egal wie die Spitzen im Staat heißen. wg. |
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| Datum: | 24.6.2002 13:37 |
| Name: | Bobalahy |
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| Wenn Ravalomanana sterben oder ermordert würd, wer könnte seine Nachfolger sein: Ratsirahonana oder Sylla oder Ratsiraka oder Manandafy?. Wer behindert die ganze Verhandlung bis jetzt.Wir haben frueher Mobutu und Lumumba oder Thomas Sankara und Blaise Cmpaore .... gehabt.Die söldner Geschicht sind erfunden. Arme Afrika und Madagaskar | |
| Datum: | 21.6.2002 21:53 |
| Name: | rajaofera |
| Homepage: | http://genügend bekannt |
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| Wir können z.Z. gar nichts machen von aussen, denn die Kolonialisten haben die Demokratie gekauft, und Frankreich ist die einzige und massgebliche Stimme Madagaskars. Wie ich neulich im Forum schrieb: "Niemand kommt nach Madagaskar rein ohne Erlaubnis Frankreichs" ist durch das Schicksal der frz. Söldner in Dar-Es-Salam umgehend bestätigt worden. Deshalb kann die Nachricht über die neuen Söldner aus Südafrika tatsächlich ein Gerücht sein, es sei denn sie sind von Frankreich gechickt worden. Folgendes wird passieren: Entweder das madagassische Volk wird wie 1947 wieder vor den Kolonialisten, ihren Kollaborateuren und Schergen niederknien müssen (ich habe es physisch und live auf Video)und hoch und heilig versprechen dass es nie wieder falsch wählen oder Frankreichs Autorität über die Insel in Frage stellen wird, Oder: eine Regierung der kolonialen Einheit wird solange mit Hilfe der Katastrophenverwaltung der OAU zurechtgebogen bis diese Regierung von Ratsirakas Leuten beherrscht wird bei gleichzeitiger Ausschaltung Ravalomananas. Jede andere dritte Lösung die auch ich leider nicht herbeiführen kann, wird unweigerlich mittelfristig zur Unabhängigkeit Madagaskars führen: Merdeka atau mati! |
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| Datum: | 21.6.2002 19:47 |
| Name: | Nirina |
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| Die Lage wird wieder ernster! Von den "demokratischen" Staaten kann man sowieso nichts erwarten. Was kann man denn da noch machen ? |
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