| SAR-Wert: brauchbares Kriterium?
(von RDW - 27.6.2003 8:04) | |
| > Diese Argumentation überzeugt mich nicht - sie kommt mir etwas vor wie wenn man sagte "Der nach DIN gemessene Verbrauch eines Autos braucht Sie nicht zu interessieren, denn je nach Fahrgewohnheit und Verkehrslage weichen die Werte in der Praxis davon ab". > Sicher: Der Vergleich hinkt, denn der DIN-Verbrauch eines Autos wird nicht bei Höchstgeschwindigkeit ermittelt. Aber angenommen er wäre so definiert, dann wäre er doch immer noch zumindest als relatives Vergleichsmaß brauchbar - oder? > Der Vergleich mit dem Auto ist gar nicht so schlecht: Wenn man den Spritverbrauch von Autos bei deren jeweiliger Höchstgeschwindigkeit vergleicht, weiss man noch lange nicht, was jedes bei 100 km/h verbraucht. Und genau so ist es mit dem SAR-Wert von Handys. > > Also: Ist der NORM-SAR-Wert nicht dennoch ein brauchbarer Vergleichswert für Handybauarten untereinander? Ist es nicht DOCH so, dass bei ansonstem gleichem Umfeld (Trageweise, Funkfeldbedingungen) ein Handy mit größerem NORM-SAR dann tendenziell AUCH in der Praxis eine größere SAR im Kopf des Benutzers erzeugt als eines mit geringerem NORM-SAR? Unterschiedliche Praxisbedingungen, die sich dann letztlich über alles wieder "rauskürzen", können doch nicht Bestandteil einer Mess-Norm sein. > Es ist ein POTENZIELLER Vergleichswert, aber nicht mehr. Es nützt dem Verbraucher jedoch wenig, wenn er ein Vergleichskriterium in die Hand bekommt, das VIELLEICHT den Vergleich unterschiedlicher Handys ermöglicht. Je nach Modell kann es nämlich passieren, dass man mit der Wahl zwischen zwei Handys per Zufall genau das Gegenteil von dem erreicht, was man will: Weniger "Strahlenbelastung" beim Telefonieren. Zu diesem ganzen Umfeld gibt es eine Untersuchung (von E-plus): http://www.copernicus.org/URSI/ars/papers/335.pdf Interessant darin ist z. B. der Vergleich zwischen Handy 12 oder 13 mit 15 in Tabelle 1: Da würde man bei dem frommen Glauben an den "Blauen Engel" nämlich voll auf die Nase fallen. | |
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