
| Datum: | 13.6.2002 23:16 |
| Name: | Gasy |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Gleich von vornrein ist klar, dass die franz. Regierung Ravalomanana als Präsident nicht haben will. Niemand (im Ausland) hat erwartet, dass Ravalomanana Ratsiraka bei der Wahl schlagen kann. Für sie ist Ravalomanana ein kleiner "Spinner". Also, haben sie immer ihren alten Pferd unterstützt. Wie wir wissen geben Politiker nie zu, dass sie falsch geschätzt und gelegen haben. Solches Verhalten wird schön als Schwäche interpretiert, also niemals die Haltung korrigieren. Ratsiraka weiß außerdem viele brisante Geheimnisse, bloß nicht mit dem Anlegen. Egal wer Ravalomanana als Berater hat, kann er nie im Leben die "planmäßige" Stichwahl gewinnen und Ratsiraka geht außerdem nie freiwilig weg. Er hat schon, nach dem er gewählt hat, gezeigt, wo der hammer hängt. |
|
| Datum: | 13.6.2002 19:32 |
| Name: | tanalahy |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Ist die Korruption im kollektiven Bewusstsein erst einmal so tief verankert wie in Madagaskar, so kann auch ein neuer Präsident keine schnelle Veränderung herbeiführen. Um so wichtiger wäre es gewesen, ohne internationalen Zweifel legal an die Macht zu kommen, so schwierig das auch sein mag, gegen einen gerissenen und erfahrenen Ratsiraka. Aber die Angebote einer Überwachung der Stichwahl wurden nicht angenommen. Hier begann das Dilemma für Ravalomanana. Hatte er gute Berater, die die Auswirkungen bis in die internationale Wirtschaftswelt genau analysiern konnten. Mir scheint, er hatte sie nicht!!! | |
| Datum: | 13.6.2002 16:46 |
| Name: | Gasy |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| WG hat geschrieben : Sylla sollte nach Dakar I laut Vereinbarung durch einen gemeinsam bestimmten PM abgelöst werden. wo haben Sie denn das gelesen? Wer hat mit wem vereinbart? Die OUA hat doch die Regierung der sogennanten "selbsterannter Präsident" nicht anerkannt. Also, diese Regierung existiert überhaupt gar nicht. Der Artikel 1 (dakI) ist doch erfüllt und einer der Kanditaten hat mehr als 50% der gültigen Stimmen bekommt. Dadurch ist die Artkeln 2 bis 4 (dakI) nicht zu gebrauchen. Der Artikel 5 (dakI)muss sofort nach der Unterzeichnug der dakI in Kraft tretten. |
|
| Datum: | 13.6.2002 14:50 |
| Name: | Berthold |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Da glaubt doch wohl keiner im Ernst, dass bei einem 2. Wahlgang die Ergebnisse nicht genau so manipuliert worden wären wie bei dem ersten. Und die von Ratsiraka verfassungswidrig eingesetzten Richter beim HCC hätten diese manipulierten Ergebnisse genau wieder "höchstrichterlich legalisiert". Eine einfache Mehrheit hätte dann Ratsiraka genügt. Leichter zu manipulieren! Ratsiraka hatte alles im Griff. Durch Korruption und Gewalt. Die Behörden, die Wahlhelfer, die Richter, die Transporte der Wahlunterlagen - ALLES! Eine 2. Chance wäre ihm nur gelegen gekommen und er würde jetzt triumphierend auf seinem Thron sitzen - mit Kaiserin Sophie zu seiner Rechten und Sohn wasweissichwiederheisst zu seiner Linken und würde weiter Madagaskar Stück für Stück verscherbeln. Mit jedem Behördengang müsste jeder Madagasse seine Rechte bei den Ratsirakisten "erkaufen" wie es üblich war. Gut - dann gäbe es keine Kämpfe und das madagassische Volk müsste jetzt nicht so leiden - aber ist das nicht zu kurz gedacht? Musste nicht überall die "echte" Demokratie mit viel Blutvergießen den Diktatoren und Alleinherrschern abgerungen werden? Wenns zu einer "echten" Demokratie kommt - und für mich ist Ravalomanana dafür ein Garant - dann kann man Sylla wieder abwählen, wenn er Mist baut. Man darf ihn halt nicht aus den Augen lassen. Weder das Parlament noch die Presse noch die Menschen. |
|
| Datum: | 13.6.2002 13:29 |
| Name: | tanalahy |
| Homepage: | http://mitglied.lycos.de/tanalahy |
| Kommentar: | |
| Politische Verantwortung kann sich auch darin ausdrücken, das eigene Scheitern anzuerkennen. Rücktritte sind ein Teil des demokratischen Prozesses. Die Schuld der Machthaber besteht darin, ein ganzes Volk in noch größeres Elend zu stürzen. Vielleicht fällt es ausländischen Beobachtern deshalb so schwer, sich im Dickicht der "Beharrungskräfte" noch auszukennen. Das trifft meiner Meinung nach auf alle Konfliktparteien zu. Es gibt in Madagaskar noch keine Kultur der nationalen Verantwortung. Die Erneuerung des Landes musste einem reinem Machtkampf geopfert werden. Und was bitte schön, kann man jetzt noch gewinnen? |
|
| Datum: | 13.6.2002 13:12 |
| Name: | wg. |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Es geht nicht um polarisieren, sondern um konkrete Fragen. Sylla sollte nach Dakar I laut Vereinbarung durch einen gemeinsam bestimmten PM abgelöst werden. Das hat er verhindert durch Änderung im HCC und einer dubiosen Nachzählung. Dann hätte eine Übergangsregierung der nationalen Einheit gebildet werden sollen, auch das hat er durch Winkelzüge verhindert. Ebenso Dakar II durch maximale und überzogene Forderungen im Vorfeld. Also hat er Hunger und Tod von vielen Menschen in Kauf genommen. Was daran soll demokratisch sein??? Wenn Ravalomanana und Sylla so sicher waren ,die Mehrheit der Madagassen hinter sich zu haben, warum haben Sie dann eine befriedende Stichwahl der Einheit willen nicht akzeptiert??!!!!??? Bleibe dabei, Ravalomanana ist vielleicht ein Demokrat, andere sind eben nur Machtmenschen, ohne Gefühle für die Leiden des Volkes in Madagaskar. Wg. |
|
| Datum: | 13.6.2002 12:18 |
| Name: | Gasy |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Ist das wirklich die Lösung eine Polarisierung Ravalomanana und die Regierung. Wir sind vielleicht noch an der Jambas Zeit gewohnt und noch nicht damit klarkommen,wenn ein PM seine Freiheit hat. Die Bemerkungen sind trotzdem berechtigt. Ich blockiere nichts ab. | |
| Datum: | 13.6.2002 11:18 |
| Name: | wg. |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Warum hat Herr Sylla durch seine überzogenen Forderungen in seinem Memorandum vor Dakar II ein Verhandlungsergebnis unmöglich gemacht???!!!??? Hat Ravalomanana dieses Memo gebilligt? Dann konnte er sich seinen Flug ja sparen. Verhandeln heißt geben und nehmen, was hatte Herr Sylla zu geben??!!?? Dem geht es doch nur noch um seine Macht!!!!!! Das leidende Volk und die hungrigen Menschen, vor allem die Kinder , interessieren diesen Machtpolitiker nicht. Er ist ein Technokrat der Macht und der wahre Grund ,das es in den Verhandlungen nicht zu Ergebnissen kommt. Deshalb die Frage: Wer herrscht den überhaupt in Madagaskar??? Mir scheint, Ravalomanana offensichtlich nicht. Sylla ist der Hardliner , der alle Kompromisse bisher verhindert hat. Wieviel Menschen hat er daher auf dem Gewissen?????? In seinen früheren Funktionen hat er doch für Ratsi gearbeitet???!!!!!??? Darüber sollten auch alle Ravalomanana Anhänger mal objektiv nachdenken. Es muß schnell zu Lösungen kommen, die Menschen können nicht mehr warten. wg. |
|
| Datum: | 12.6.2002 9:45 |
| Name: | gasy |
| Homepage: | |
| Kommentar: | |
| Ein Zeitung aus La Réunion hat mal geschrieben, dass der Vertreter des amerikanischen Botschaft und bemerkt, dass Kartons im Keller des HCC nicht geöffnet waren. Warum müssten den Inhalt die Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl. Ein Dementi seitens des amerikanischen B ist auch publiziert un besagt, dass die Neuzählung glaubwürdig ist. Die Amerikaner haben dia madegassichen Journalisten bei diesen Fall kritisiert, dass sie nicht die Amis direkt nachgefragt haben, sondern nur die Ausgabe des franz. Journalists kopiert haben. Der Weg zum Amis Botschaft wäre kürzer und richtig. |
|
| Datum: | 12.6.2002 1:00 |
| Name: | tanalahy |
| Homepage: | http://mitglied.lycos.de/tanalahy |
| Kommentar: | |
| Es scheint mir ein folgenreicher Fehler gewesen zu sein, nicht in die von der Verfassung vorgesehene Stichwahl zu gehen. Hätte der Bürgermeister von Antananarivo diese auch ohne Wahlfälschung noch gewinnen können? Die Antwort ist wahrscheinlich: NEIN - Dennoch, jetzt hat keine Seite mehr eine weisse Weste - die Frage der Legalität wird mit Kalaschnikovs entschieden. Ein wenig mehr Respekt vor dem Schicksal der verarmten und terrorisierten Bevölkerung hätte dem "Bulldozer von Tana" gut zu Gesicht gestanden. Einer der bedauerlichen und tragischen Aspekte eines vielleicht integeren Selfmademans, die ihn immer wieder einzuholen scheinen. Schade um diese einmalige Chance für Madagaskar! Ravalomanana hätte ein strahlender Held werden können, jetzt ist er ein tragischer Gefangener seines Ministerpräsidenten. |
|