
| Plötzlicher Herztod durch Mobilfunk?
(von Rainer - 24.6.2003 4:55) | |
| In München wurden an vielen U- Bahnhöfen Defibrillatoren aufgestellt, gleichzeitig wird die Bevölkerung über die Medien dazu aufgerufen, herzkranken Notfallopfern mit diesen Geräten erste Hilfe zu leisten, die Defibrillatorn besitzen eine intelligente Steuerung, die zwischen einem normalen Herzschlag und Kammerflimmern unterscheidet, somit ist die Gefahr einer lebensgefährlichen Fehlbedienung durch Laien ausgeschlossen. Also an dieser Stelle vorab den Appell im Ernstfall keine falsche Scheu/Angst zu haben und die Geräte tatsächlich zu benutzen !! (einfache, verständliche Bedienungsanleitung liegt bei) Was mich zu meinem eigentlichen Thema führt: Der plötzliche Herztod als neue Modekrankheit. Betroffen davon sind auch Personen mit gutem Allgemeinzustand, die keine Risikofaktoren für Herzerkrankungen (Übergewicht, Raucher, Alkoholiker, Depressionen) haben, also somit kann es jeden treffen. Der biologische „Schrittmacher“ sitzt in der Herzinnenwand und nennt sich Sinusknoten, ein etwa erbsengroßes Organ. Über Nervenleitungen werden die Signale über zwei Unterknoten an die Herzmuskulatur weitergeleitet. Versagt die Funktion des Sinusknotens, fängt die Herzmuskulatur an, mit hohen Frequenzen zu zittern, es wird kein Blut mehr transportiert, ohne sofortige Hilfe verstirbt der Patient innerhalb weniger Minuten. Was hat das mit Mobilfunk zu tun? Schnelle Hilfe per Handy holen? Sinnlos, bis der Krankenwagen eintrifft ist der verunglückte ohne erste Hilfe schon längst verstorben. Was mir vielmehr Sorgen bereitet ist die ernste Frage: Schädigt Handystrahlung tatsächlich Nervenzellen? Sollte das tatsächlich zutreffen, dann wäre ein eingeschaltetes Handy am Kopf gerade noch vertretbar, das Gehirn besitzt genug Möglichkeiten, abgestorbene Nervenzellen durch neue Verschaltungen zu ersetzen (von dieser Fähigkeit machen vor allem Alkoholiker Gebrauch ;o), ein eingeschaltetes Handy in der Brusttasche hingegen könnte irreperable Nervenschäden am Herzen erzeugen. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass elektronische Schaltkreise (wie z.B. künstliche Herzschrittmacher) vor Hf- Strahlung geschützt werden müssen, während biologische Schaltkreise (Nerven) angeblich durch die gesetzlichen Grenzwerte ausreichend geschützt sind. Ich möchte keine Angst oder Panik verbreiten, vielmehr einen Aufruf zu ernsthafter, gewissenhafter Forschung! Studien mit Langzeit- EKG- Aufzeichnungen unter Mobilfunkbestrahlung (keine Forschung mit 10- Minuten Effekten !) sind erforderlich, um die Relevanz dieses Gesundheitsrisikos zu bestimmen. | |
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